ULTRABLACK – Poesie des Verschwindens
Eine literarisch-klangliche Ausstellungsintervention
Mitten im Hauptraum von Julien Charrières Ausstellung entsteht am 25.03.2026 ein zweiter, immaterieller Raum: aus Sprache und Sound, aus Nähe und Entzug. Das Berliner Künstler*innenkollektiv WAVES × WORDS (Ken Yamamoto / Alexandre Decoupigny) entwickelt – eigens für diesen Anlass – eine Performance-Lesung, die die Ausstellung nicht erklärt, sondern künstlerisch befragt: Was heißt es, wahrzunehmen, wenn sich die Welt der Sichtbarkeit entzieht? Was verschwindet – und was wird zum Verschwinden gebracht? Und: Was bedeutet eine zeitgenössische Naturpoetik, wenn es keine Landschaft mehr gibt, die sich ansehen lässt?
ULTRABLACK arbeitet mit Verdichtung und Absorption: Sprache wird zum Material, das nicht ausleuchtet, sondern gegen das Verschwinden anschreibt. Die Performance bietet Orientierung an – und entzieht sie zugleich. Was dabei an die Oberfläche tritt, ist auch politisch: Zonen der Welt werden erfahrbar gemacht – und damit nutzbar. Doch was entzieht sich unserer Aufmerksamkeit, weil es nicht ins Bild kommt?
Zwischen Gedicht und Komposition entsteht ein Raum, in dem weniger verstanden als eingewilligt wird: ein Hören, das nicht beherrscht, sondern aussetzt – und die Frage nach Nähe, Zugriff und Verantwortung in den Raum zurückgibt.
WAVES × WORDS
Ken Yamamoto – Text & Stimme
Alexandre Decoupigny – Elektronische Komposition & Live-Sound
Beginn 18 Uhr
Dauer: ca. 40 Minuten