Poetry Sound+Poetry Moderation Workshop

Notizbuch

Dieses Notizbuch ist mein Ort für das, was mich gerade bewegt: Literatur, Kunst, Kultur, Politik – und das Persönliche dazwischen. Ich halte fest, was ich erlebt habe, was mir gefällt, was ich lese, was ich sehe, was ich mache, was mich beschäftigt. Meist sind es kurze Mitschriften, Beobachtungen oder Bilder; manchmal auch Fragmente, aus denen später ein Text entsteht.

parallelgesellschaft × Galerie Nord

Abendessen und Auftakt

Wann: 10. April 2026 / 19 Uhr
Wo: parallelgesellschaft × Galerie Nord
Turmstraße 75, Moabit

Jeder Raum beginnt mit einer Tür. Und jede Tür stellt die Frage: Wer darf rein, wer bleibt draußen, wer hat den Schlüssel – und wer sitzt drin?

Mit parallelgesellschaft × Galerie Nord öffnen wir einen Raum in Moabit. Nicht als Schaufensterlandschaft, sondern als Versuchsanordnung: für Kunst, Community und Widerspruch. Einen Raum, der nicht nur zeigt, sondern zuhört. Einen Raum, der nicht nur ausstellt, sondern einlädt.

Der Abend ist ein erster Schlüssel im Schloss. Ein Kennenlernen. Ein gemeinsames Essen. Ein Vorwort und erster Schritt in ein Programm, das sich über das Jahr hinweg entfalten wird: eine prozessuale Ausstellung über Freiheit und Gefängnis, Recht und Strafe, und die Frage, was eingeschlossen wird und was draußen bleibt.

Zwischen Tischgespräch und Textfragment, Nachbarschaft und Nachdenken, zwischen Galerie und Gericht, möchten wir uns austauschen über das, was weggesperrt wird. Und über das, was sich trotzdem seinen Weg nach draußen bahnt.

Kommt vorbei, esst mit uns, stoßt an, nehmt Platz – und nehmt Notiz.

Foto: Lena Kocutar

ULTRABLACK – Poesie des Verschwindens

Eine literarisch-klangliche Ausstellungsintervention

Mitten im Hauptraum von Julien Charrières Ausstellung entsteht am 25.03.2026 ein zweiter, immaterieller Raum: aus Sprache und Sound, aus Nähe und Entzug. Das Berliner Künstler*innenkollektiv WAVES × WORDS (Ken Yamamoto / Alexandre Decoupigny) entwickelt – eigens für diesen Anlass – eine Performance-Lesung, die die Ausstellung nicht erklärt, sondern künstlerisch befragt: Was heißt es, wahrzunehmen, wenn sich die Welt der Sichtbarkeit entzieht? Was verschwindet – und was wird zum Verschwinden gebracht? Und: Was bedeutet eine zeitgenössische Naturpoetik, wenn es keine Landschaft mehr gibt, die sich ansehen lässt?

ULTRABLACK arbeitet mit Verdichtung und Absorption: Sprache wird zum Material, das nicht ausleuchtet, sondern gegen das Verschwinden anschreibt. Die Performance bietet Orientierung an – und entzieht sie zugleich. Was dabei an die Oberfläche tritt, ist auch politisch: Zonen der Welt werden erfahrbar gemacht – und damit nutzbar. Doch was entzieht sich unserer Aufmerksamkeit, weil es nicht ins Bild kommt?

Zwischen Gedicht und Komposition entsteht ein Raum, in dem weniger verstanden als eingewilligt wird: ein Hören, das nicht beherrscht, sondern aussetzt – und die Frage nach Nähe, Zugriff und Verantwortung in den Raum zurückgibt.

WAVES × WORDS
Ken Yamamoto – Text & Stimme
Alexandre Decoupigny – Elektronische Komposition & Live-Sound
Beginn 18 Uhr
Dauer: ca. 40 Minuten

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg