i

erwachst du keuchend in niederungen
war etwa alles nur verträumtes gebaren
triebe der logik des rauschs unterworfen
ach lass doch den kopf nicht so hängen

ii

stellt dich die schönheit vor keine wahl
was brächtest du ihr nicht als opfer dar
der dem zusammenfügen eigenen stille
wie sag mir soll es ohne schmerz gehen

iii

bist du nach außen hin niemals sichtbar
kommst zum erliegen an deinen rändern
kaum gesetzt verhallen die schritte schon
so gib dich endgültig der flüchtigkeit hin

iv

schmiegst du dich beharrlich an kanten
ist es offenbar eine unerlässliche liebe
ich sing dir ein lied zurück in den schlaf
ach lass doch den kopf nicht so hängen

    5 Kommentare zu “zurück in den schlaf”

  1. Dennis
    September 15th, 2008 at 12:57

    bist du nach außen hin niemals sichtbar
    kommst zum erliegen an deinen rändern.
    Von allem, was ich bisher von dir gelesen habe, gefällt mir dieses Gedicht am besten. Sehr sehr schön. Das Kantenschmiegen ist uns allen eigen, schliesslich müssen wir als Menschen das Menschsein akzeptieren mit Nacht und Tag, Oben und Unten, fatalistisch wie ein Sesambrötchen. Die unerlässliche Liebe zum immer weiter, zum Leben und, dann doch, zum Zauber darinnen.
    Grüße an Mainz und Familie, Dennis

  2. litblogs.net | zurück in den schlaf
    Oktober 15th, 2008 at 08:10

    [...] Ken Yamamoto in Ken Yamamoto . [...]

  3. litblogs.net | Inhalt 03/2008
    Oktober 15th, 2008 at 08:24

    [...] zurück in den schlaf von Ken Yamamoto in Ken Yamamoto [...]

  4. [...] zurück in den schlaf | von Ken Yamamoto in Ken Yamamoto [...]

  5. Jean Noel Chanson
    Januar 10th, 2010 at 19:16

    bonjour Ken,

    J’ai découvert ton site, bien sûr je n’y comprends pas grand chose vu mon niveau en allemand mais je suis client de tous renseignements techniques par exemple pour ce formulaire d’envoi de KOMMENTAR !

    Cordialement

    Jean Noël






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